Glossar digitaler Sicherheit

2

2FA

Auch: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Zweifaktor-Authentifizierung

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Ein zweiter Sicherheitsschritt nach dem Passwort, der durch einen zweiten unabhängigen Faktor (z. B. SMS-Code, Authenticator-App) die Identität eines Nutzers bestätigt.

3

3-2-1-1-0-Regel

Auch: 3-2-1-1-0-Backup-Regel, erweiterte Backup-Regel

Erweiterung der 3-2-1-Regel um Ransomware-Schutz: 3 Kopien, 2 Medien, 1 extern, 1 offline oder unveränderlich (Air-Gap/Immutable), 0 ungetestete Wiederherstellungen.

3-2-1-Regel

Auch: 3-2-1-Backup-Regel, Backup-Regel

Eine Backup-Strategie: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medientypen, davon 1 extern gelagert. Schützt gegen lokale Ereignisse wie Hardwareausfall, Brand oder Diebstahl.

A

Access Control List (ACL)

Auch: ACL

Eine Liste von Regeln, die festlegt, welche Benutzer oder Systeme auf bestimmte Ressourcen zugreifen dürfen. ACLs werden in Firewalls, Betriebssystemen und Netzwerken eingesetzt.

Access Management

Die Verwaltung und Kontrolle von Benutzerzugriffen auf Systeme, Anwendungen und Daten. Ziel ist es, sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen auf bestimmte Ressourcen zugreifen können.

Advanced Persistent Threat (APT)

Auch: APT

Ein gezielter, langfristiger Cyberangriff, bei dem ein Angreifer dauerhaft und unentdeckt in ein Netzwerk eindringt, um Daten zu stehlen oder Schaden anzurichten.

Adversary-in-the-Middle

Auch: AiTM, Echtzeit-Phishing, Real-Time Phishing

Eine fortgeschrittene Phishing-Methode, bei der ein Angreifer als Proxy zwischen Nutzer und echtem Dienst agiert und dabei eingegebene Credentials sowie 2FA-Codes in Echtzeit abfängt und weiterleitet.

AES

Auch: Advanced Encryption Standard

Advanced Encryption Standard: Ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, das heute als einer der sichersten und am weitesten verbreiteten Verschlüsselungsstandards gilt (128, 192 oder 256 Bit Schlüssellänge).

Aggregationsproblem

Auch: Datenaggregation, Metadaten-Aggregation

Das Phänomen, dass viele für sich harmlose Datenpunkte durch Kombination und Zusammenführung ein detailliertes, sensibles Profil einer Person ergeben können – ein zentrales Datenschutzproblem.

Air-Gap

Auch: Airgap, physische Netzwerktrennung, Offline-Backup

Die physische Trennung eines Systems oder Speichermediums vom Netzwerk. Ein Air-Gapped Backup kann von Ransomware oder Netzwerkangreifern nicht erreicht werden, da keine Netzwerkverbindung besteht.

Antivirus

Auch: Virenscanner, Antivirensoftware, AV

Software, die Computersysteme nach bekannten Schadprogrammen (Viren, Trojaner, Würmer etc.) durchsucht, diese erkennt und entfernt.

Asymmetrische Kryptografie

Auch: Public-Key-Kryptografie, Public-Key-Verschlüsselung, asymmetrische Verschlüsselung

Ein Verschlüsselungsverfahren, das mit zwei mathematisch verknüpften Schlüsseln arbeitet: einem öffentlichen Schlüssel zum Verschlüsseln und einem privaten Schlüssel zum Entschlüsseln.

Authentifizierung

Auch: Authentication

Der Prozess, bei dem die Identität eines Benutzers, Geräts oder Systems überprüft und bestätigt wird, z. B. durch Passwort, Fingerabdruck oder Zertifikat.

Autorisierung

Auch: Authorization

Der Prozess, der nach der Authentifizierung bestimmt, auf welche Ressourcen oder Aktionen ein Benutzer zugreifen darf.

B

Backdoor

Auch: Hintertür

Eine versteckte Hintertür in Software oder Hardware, die einem Angreifer unautorisierten Zugriff auf ein System ermöglicht – oft absichtlich eingebaut oder durch Sicherheitslücken entstanden.

Backup

Auch: Datensicherung, Sicherungskopie

Eine Sicherungskopie von Daten oder Systemen, die im Falle eines Datenverlusts, einer Ransomware-Attacke oder eines Hardwareausfalls zur Wiederherstellung genutzt werden kann.

Backup-Code

Auch: Recovery Code, Wiederherstellungscode

Einmalig verwendbare Notfall-Codes, die bei der 2FA-Einrichtung generiert werden und Zugang zu einem Konto ermöglichen, wenn der zweite Faktor (z. B. Authenticator-App oder Hardware-Token) nicht verfügbar ist.

Baiting

Auch: Köderangriff

Eine Social-Engineering-Methode, bei der Angreifer physische oder digitale Köder (z. B. präparierte USB-Sticks) einsetzen, um Opfer zur Ausführung von Schadsoftware zu verleiten.

Bedrohungsmodell

Auch: Threat Model, Threat Modeling

Eine strukturierte Analyse der eigenen Sicherheitssituation: Was soll geschützt werden, vor wem, wie wahrscheinlich sind Bedrohungen, und welche Konsequenzen hätte ein Versagen? Grundlage jeder sinnvollen Schutzstrategie.

Blacklist / Blocklist

Auch: Blacklist, Blocklist, Sperrliste

Eine Liste von IP-Adressen, Domains, E-Mail-Adressen oder Programmen, denen der Zugriff auf ein System verweigert wird, da sie als schädlich oder unerwünscht eingestuft werden.

Blue Team

Das defensive Sicherheitsteam in einem Unternehmen, das für den Schutz der IT-Infrastruktur verantwortlich ist, Angriffe erkennt und abwehrt – im Gegensatz zum angreifenden Red Team.

Botnet

Auch: Bot-Netz

Ein Netzwerk aus vielen mit Schadsoftware infizierten Computern (Bots), das von einem Angreifer zentral gesteuert wird, z. B. für DDoS-Angriffe oder den Massenversand von Spam.

Browser-Fingerprint

Auch: Browser Fingerprinting, Gerätefingerabdruck

Ein statistisch nahezu eindeutiges Identifikationsmuster, das aus Browser- und Geräteeigenschaften (User-Agent, Bildschirmauflösung, Schriftarten, etc.) erstellt wird – ohne Cookies.

Brute-Force-Angriff

Auch: Brute Force, Brute-Force

Eine Angriffsmethode, bei der ein Angreifer systematisch alle möglichen Passwörter oder Schlüsselkombinationen ausprobiert, bis der richtige Wert gefunden wird.

Business Email Compromise

Auch: BEC, CEO-Fraud, Chef-Betrug

Eine Betrugsmasche, bei der Angreifer die E-Mail-Identität einer Führungskraft imitieren oder kompromittieren, um Mitarbeiter zu betrügerischen Überweisungen oder Datenweitergabe zu veranlassen.

BYOD

Auch: Bring Your Own Device

Bring Your Own Device: Unternehmensrichtlinie, die Mitarbeitern erlaubt, private Geräte (Smartphones, Laptops) für berufliche Zwecke zu nutzen – verbunden mit besonderen Sicherheitsanforderungen.

C

CAPTCHA

Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart: Ein Test, der sicherstellt, dass eine Interaktion von einem Menschen und nicht von einem automatisierten Bot durchgeführt wird.

Certificate Authority

Auch: CA, Zertifizierungsstelle, Zertifikatsstelle

Eine vertrauenswürdige Institution, die digitale Zertifikate ausstellt und deren Authentizität bestätigt – Grundlage der PKI und von HTTPS sowie S/MIME.

Challenge-Response-Verfahren

Auch: Challenge Response, Herausforderung-Antwort-Verfahren

Ein kryptografisches Authentifizierungsprotokoll, bei dem ein Server eine zufällige Aufgabe (Challenge) sendet, die nur mit dem privaten Schlüssel des Nutzers korrekt beantwortet (Response) werden kann – ohne das Geheimnis selbst zu übertragen.

Chilling Effect

Auch: Einschüchterungseffekt, Überwachungsparadox

Die selbst auferlegte Einschränkung des eigenen Verhaltens aus dem Wissen heraus, beobachtet zu werden – ein zentrales Argument gegen Massenüberwachung, da sie Freiheit auch ohne direkten Eingriff einschränkt.

CIA-Triade

Auch: Schutzziele, Vertraulichkeit Integrität Verfügbarkeit

Das grundlegende Sicherheitsmodell der Informationssicherheit bestehend aus Confidentiality (Vertraulichkeit), Integrity (Integrität) und Availability (Verfügbarkeit) – die drei Schutzziele.

CISO

Auch: Chief Information Security Officer

Chief Information Security Officer: Der leitende Verantwortliche für die Informationssicherheit in einem Unternehmen, der die IT-Sicherheitsstrategie entwickelt und umsetzt.

Clientseitige Verschlüsselung

Auch: client-side encryption, CSE, Ende-zu-Ende-Backup-Verschlüsselung

Verschlüsselung von Daten auf dem eigenen Gerät, bevor sie an einen Server oder Cloud-Dienst übertragen werden. Der Anbieter empfängt nur verschlüsselte Daten und hat keinen Zugriff auf den Schlüssel.

Cold-Boot-Angriff

Auch: Cold Boot Attack, RAM-Angriff

Ein physischer Angriff, bei dem der Inhalt des RAM-Speichers nach einem Kaltstart ausgelesen wird, um daraus kryptografische Schlüssel zu extrahieren – möglich, weil RAM-Daten kurze Zeit nach dem Ausschalten erhalten bleiben.

Conditional Access

Auch: Bedingter Zugriff

Bedingter Zugriff: Ein Sicherheitskonzept, das den Zugriff auf Ressourcen nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt, z. B. nur von zugelassenen Geräten, bestimmten Standorten oder bei erfüllter MFA.

Credential Stuffing

Auch: Zugangsdaten-Stuffing

Ein automatisierter Angriff, bei dem aus Datenlecks stammende Benutzername-Passwort-Kombinationen massenhaft bei anderen Diensten ausprobiert werden – gefährlich bei Passwort-Wiederverwendung.

CVE

Auch: Common Vulnerabilities and Exposures

Common Vulnerabilities and Exposures: Ein öffentliches Verzeichnis bekannter Sicherheitslücken in Software und Hardware mit einheitlichen Identifikatoren (z. B. CVE-2021-44228 für Log4Shell).

CVSS

Auch: Common Vulnerability Scoring System

Common Vulnerability Scoring System: Ein standardisiertes System zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitslücken auf einer Skala von 0 bis 10.

Cyber Hygiene

Auch: digitale Hygiene

Die Gesamtheit grundlegender Sicherheitspraktiken und -gewohnheiten, die Benutzer und Organisationen regelmäßig anwenden sollten, um digitale Systeme sicher zu halten (z. B. Updates einspielen, starke Passwörter verwenden).

Cybersicherheit

Auch: IT-Sicherheit, Informationssicherheit, Cybersecurity

Der Oberbegriff für alle Maßnahmen, Technologien und Prozesse zum Schutz von IT-Systemen, Netzwerken und Daten vor Angriffen, Schäden oder unbefugtem Zugriff.

D

Darknet

Auch: Dark Web, Darkweb

Ein Teil des Internets, der nicht über normale Browser erreichbar ist und spezielle Anonymisierungssoftware (z. B. Tor) erfordert. Im Darknet werden u. a. gestohlene Daten und Schadsoftware gehandelt.

Data Breach

Auch: Datenpanne, Datenschutzverletzung, Datenleck

Datenpanne oder Datenschutzverletzung: Ein Sicherheitsvorfall, bei dem vertrauliche Daten durch unbefugten Zugriff, Diebstahl oder Verlust an Unbefugte gelangen.

Data Loss Prevention (DLP)

Auch: DLP, Datenverlustprävention

Technologien und Prozesse, die verhindern sollen, dass sensible oder vertrauliche Daten das Unternehmen unkontrolliert verlassen, z. B. durch E-Mail-Filter oder USB-Port-Sperrungen.

Datensparsamkeit

Auch: Datenminimierung, Data Minimization

Das Prinzip, so wenige personenbezogene Daten wie möglich zu erheben, zu verarbeiten und zu speichern – gesetzlich in der DSGVO verankert und gleichzeitig eine der effektivsten Datenschutzmaßnahmen.

DDoS

Auch: Distributed Denial of Service, DoS, Denial of Service

Distributed Denial of Service: Ein Angriff, bei dem ein Zielserver oder Netzwerk durch eine Flut von Anfragen aus vielen verteilten Systemen – oft Botnetzen – überlastet und außer Betrieb gesetzt wird.

Diceware

Auch: Diceware-Methode, Würfelpassphrase

Eine Methode zur Erzeugung sicherer Passphrasen durch das Würfeln von Wörtern aus einer standardisierten 7.776-Wörter-Liste. Jedes zufällig gewählte Wort liefert ~12,9 Bit Entropie bei gleichzeitig guter Merkbarkeit.

Digitale Signatur

Auch: elektronische Signatur, Digital Signature

Ein kryptografisches Verfahren, das die Authentizität und Integrität digitaler Dokumente oder Nachrichten sicherstellt und beweist, dass eine Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

Digitaler Fußabdruck

Auch: Digital Footprint, Online-Fußabdruck

Die Gesamtheit aller digitalen Spuren, die eine Person durch ihre Online-Aktivitäten hinterlässt – aktiv (Posts, Kommentare) und passiv (Standortdaten, Browsing-Verhalten, App-Nutzung).

Disaster Recovery

Auch: DR, Notfallwiederherstellung

Die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Wiederherstellung der IT-Infrastruktur nach einem schwerwiegenden Ereignis wie einem Cyberangriff, Feuer oder Naturkatastrophe.

DMZ

Auch: Demilitarisierte Zone

Demilitarisierte Zone: Ein abgeschirmtes Netzwerksegment zwischen dem öffentlichen Internet und dem internen Firmennetzwerk, in dem öffentlich zugängliche Dienste wie Webserver platziert werden.

DNS

Auch: Domain Name System, Domain-Namen-System

Das Domain Name System ist ein hierarchisch unterteiltes Bezeichnungssystem in einem meist IP-basierten Netz zur Beantwortung von Anfragen zu Domain-Namen (Namensauflösung).

DNS Leak

Auch: DNS-Leck, DNS-Abfluss

Ein Konfigurationsfehler, bei dem DNS-Anfragen trotz aktiviertem VPN oder DoH über den unverschlüsselten Standardkanal des ISP abgesendet werden und damit Surfverhalten preisgeben.

DNS over HTTPS

Auch: DoH

Ein Protokoll (RFC 8484), das DNS-Anfragen in HTTPS-Pakete einbettet und über Port 443 überträgt. Dadurch sind DNS-Anfragen verschlüsselt und im regulären HTTPS-Traffic nicht unterscheidbar.

DNS over TLS

Auch: DoT

Ein Protokoll (RFC 7858), das DNS-Anfragen über eine TLS-verschlüsselte Verbindung auf Port 853 überträgt und so Abhören und Manipulation der Namensauflösung verhindert.

DNS Spoofing

Auch: DNS Cache Poisoning, DNS-Manipulation

Eine Angriffsmethode (auch DNS Cache Poisoning), bei der DNS-Einträge manipuliert werden, um Benutzer unbemerkt auf gefälschte Websites umzuleiten.

DNS-Leak

Auch: DNS Leak, DNS-Leck

Ein Konfigurationsfehler, bei dem DNS-Anfragen trotz aktiviertem VPN über den unverschlüsselten Standardkanal des ISP abgesendet werden – und damit preisgeben, welche Domains ein Nutzer besucht.

DNSSEC

Auch: DNS Security Extensions

DNS Security Extensions: Eine Erweiterung des DNS-Protokolls, die kryptografische Signaturen nutzt, um die Authentizität und Integrität von DNS-Antworten zu gewährleisten – schützt gegen DNS Spoofing.

DORA

Auch: Digital Operational Resilience Act

Digital Operational Resilience Act: Eine EU-Verordnung, die Finanzunternehmen verpflichtet, ihre digitale Betriebsstabilität zu stärken und IKT-Risiken systematisch zu managen.

Double Ratchet

Auch: Double-Ratchet-Algorithmus, Double Ratchet Algorithm

Ein kryptografisches Protokoll im Signal-Protokoll, das für jede Nachricht neue Schlüssel erzeugt. Garantiert sowohl Perfect Forward Secrecy (vergangene Nachrichten geschützt) als auch Post-Compromise Security (zukünftige Nachrichten erholen sich nach Kompromittierung).

DSGVO

Auch: Datenschutz-Grundverordnung, GDPR, General Data Protection Regulation

Datenschutz-Grundverordnung: Die EU-weite Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, die Unternehmen strenge Pflichten bei der Verarbeitung, Speicherung und Weitergabe von Nutzerdaten auferlegt.

E

ECH

Auch: Encrypted Client Hello, ESNI, Encrypted SNI

Encrypted Client Hello: Ein TLS-Erweiterungsstandard, der den TLS-Handshake verschlüsselt und so verhindert, dass die angefragte Domain (SNI) im Klartext übertragen und von Dritten ausgelesen wird.

EDR

Auch: Endpoint Detection and Response

Endpoint Detection and Response: Eine Sicherheitslösung, die Endgeräte (PCs, Laptops, Server) kontinuierlich überwacht, Bedrohungen in Echtzeit erkennt und automatische Gegenmaßnahmen einleiten kann.

EFAIL

Ein 2018 veröffentlichter Angriff auf E-Mail-Verschlüsselung (PGP/S/MIME), der Schwachstellen in der HTML-Verarbeitung bestimmter E-Mail-Clients ausnutzte, um verschlüsselte Inhalte preiszugeben.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Auch: E2E, E2EE, End-to-End-Encryption, End-to-End Encryption

Ein Verschlüsselungsverfahren, bei dem Nachrichten nur vom Sender und Empfänger gelesen werden können – kein Dritter, auch nicht der Dienstanbieter, kann die Inhalte entschlüsseln.

Entropie (Passwort)

Auch: Passwort-Entropie, Password Entropy

Ein Maß für die Unvorhersagbarkeit eines Passworts in Bits, berechnet als L × log₂(N), wobei L die Länge und N die Anzahl möglicher Zeichen ist. Höhere Entropie bedeutet mehr Rechenaufwand für Angriffe.

Evil-Maid-Angriff

Auch: Evil Maid Attack

Ein physischer Angriff, bei dem ein Angreifer kurzzeitigen unbeaufsichtigten Zugang zu einem Gerät nutzt, um einen manipulierten Bootloader zu installieren, der beim nächsten Start Passwörter oder Schlüssel abfängt.

EXIF

Auch: Exchangeable Image File Format, Bild-Metadaten, Foto-Metadaten

Exchangeable Image File Format: Ein Standard, der in digitalen Bilddateien Metadaten wie Kameramodell, Aufnahmedatum und GPS-Koordinaten speichert – ein häufig unterschätztes Datenschutzrisiko.

Exploit

Ein Schadcode oder eine Technik, die eine bekannte oder unbekannte Sicherheitslücke in Software oder Hardware ausnutzt, um unbefugten Zugriff zu erlangen oder Schaden anzurichten.

F

FIDO2

Auch: Fast Identity Online 2, WebAuthn, FIDO Alliance

Ein offener Authentifizierungsstandard der FIDO Alliance, der auf asymmetrischer Kryptografie und Domain-gebundenen Schlüsselpaaren basiert. FIDO2 ist die einzige weit verbreitete 2FA-Methode, die phishing-resistent ist.

FileVault

Auch: Apple FileVault, macOS FileVault

Apples integrierte Full-Disk-Encryption-Lösung für macOS. Auf Apple-Silicon-Geräten durch den Secure Enclave-Chip hardwareseitig abgesichert – der kryptografische Schlüssel verlässt den Chip nie.

Firewall

Eine Sicherheitsbarriere (Hard- oder Software), die den Netzwerkdatenverkehr anhand definierter Regeln kontrolliert und unerwünschte oder gefährliche Verbindungen blockiert.

Forward Secrecy

Auch: Perfect Forward Secrecy, PFS

Eine kryptografische Eigenschaft, bei der kurzlebige Sitzungsschlüssel nach Verwendung verworfen werden. Selbst bei späterer Kompromittierung des langfristigen Schlüssels bleiben vergangene Nachrichten nicht entschlüsselbar.

FTP

Auch: File Transfer Protocol

File Transfer Protocol: Ein älteres, unverschlüsseltes Protokoll zur Übertragung von Dateien über ein Netzwerk. Gilt als unsicher, da Daten und Zugangsdaten im Klartext übertragen werden.

Full-Disk Encryption

Auch: FDE, Festplattenverschlüsselung, Vollverschlüsselung

Die vollständige Verschlüsselung aller Daten auf einem Speichermedium – Betriebssystem, Anwendungen und Nutzerdaten. Schützt Daten at rest vor physischem Zugriff, hat aber keinen Effekt auf ein laufendes, entsperrtes Gerät.

G

Geoblocking

Auch: Geo-Blocking, geografische Sperrung

Die Sperrung oder Einschränkung von Online-Inhalten basierend auf dem geografischen Standort eines Nutzers, ermittelt anhand seiner IP-Adresse.

GPG

Auch: GnuPG, GNU Privacy Guard

GNU Privacy Guard: Ein freies Kryptographiesystem zum Ver- und Entschlüsseln von Daten sowie zum Erzeugen und Prüfen elektronischer Signaturen. Kompatible Open-Source-Implementierung von PGP.

H

Hacker

Auch: Cracker, Black Hat, White Hat

Eine Person, die technisches Wissen nutzt, um in Computersysteme einzudringen. Unterschieden wird zwischen White-Hat-Hackern (ethisch, autorisiert), Grey-Hat- und Black-Hat-Hackern (kriminell).

Hash / Hashfunktion

Auch: Hash, Hashwert, Prüfsumme, SHA, MD5

Ein kryptografischer Algorithmus, der beliebige Daten in einen eindeutigen, festlangen Fingerabdruck (Hash-Wert) umwandelt. Wird zur Überprüfung der Datenintegrität und zur sicheren Passwortspeicherung verwendet.

Have I Been Pwned

Auch: HIBP, haveibeenpwned.com

Ein öffentlicher Dienst, der prüft, ob eine E-Mail-Adresse oder ein Passwort in bekannten Datenlecks kompromittiert wurde – ohne das eigentliche Passwort zu übertragen (nur ein Hash wird gesendet).

Hijacking

Auch: Session Hijacking, Browser Hijacking, Account Hijacking

Das unbefugte Übernehmen einer Kommunikationsverbindung oder Sitzung. Bekannte Formen: Session Hijacking (Übernahme einer Login-Sitzung) oder Browser Hijacking (Manipulation des Browsers).

Honeypot

Ein absichtlich als verwundbar oder attraktiv gestaltetes Köder-System, das Angreifer anlockt, um ihre Methoden zu analysieren und Informationen über aktuelle Angriffsstrategien zu sammeln.

HTTPS

Auch: HyperText Transfer Protocol Secure, HTTP Secure

Hypertext Transfer Protocol Secure: Die verschlüsselte Version des HTTP-Protokolls, die mittels TLS die Kommunikation zwischen Browser und Webserver schützt und als Standard für sichere Webseiten gilt.

I

IAM

Auch: Identity and Access Management, Identitäts- und Zugriffsmanagement

Identity and Access Management: Ein System zur Verwaltung digitaler Identitäten und zur Kontrolle von Zugriffsrechten. Ziel ist die Sicherstellung, dass nur berechtigte Personen auf bestimmte Ressourcen zugreifen können.

Identitätsdiebstahl

Auch: Identity Theft, Kontodiebstahl

Der Missbrauch persönlicher Daten einer anderen Person, um sich als diese auszugeben – z. B. für Betrugszwecke, den Zugriff auf Konten oder die Beantragung von Krediten.

IDS

Auch: Intrusion Detection System, Einbruchserkennungssystem

Intrusion Detection System: Ein System, das Netzwerkverkehr oder Systemaktivitäten überwacht und bei verdächtigen Mustern oder bekannten Angriffsmustern Alarm auslöst.

IKEv2/IPsec

Auch: IKEv2, IPsec, Internet Key Exchange

Ein VPN-Protokoll, das IKEv2 für den Schlüsselaustausch und IPsec für die Datenverschlüsselung kombiniert. Besonders für mobile Geräte geeignet, da es schnelle Wiederverbindungen nach Netzwechseln unterstützt.

Immutable Storage

Auch: unveränderlicher Speicher, WORM, Write Once Read Many

Ein Speicherprinzip, bei dem einmal geschriebene Daten für einen definierten Zeitraum weder verändert noch gelöscht werden können – auch nicht durch den Administrator. Schützt Backups vor Ransomware und Manipulation.

Incident Response

Auch: IR, Incident Management, Vorfallsreaktion

Der strukturierte Prozess zur Erkennung, Analyse, Eindämmung und Nachbereitung von IT-Sicherheitsvorfällen, um Schäden zu minimieren und zukünftige Angriffe zu verhindern.

Informationssicherheit

Auch: InfoSec

Der Schutz von Informationen vor unbefugtem Zugriff, Manipulation, Verlust oder Offenlegung. Umfasst sowohl digitale als auch analoge Informationen – ein weiterer Begriff als die reine IT-Sicherheit.

Insider-Bedrohung

Auch: Insider Threat, Innentäter

Eine Sicherheitsbedrohung, die von Personen innerhalb einer Organisation ausgeht – z. B. Mitarbeiter, die absichtlich oder unbeabsichtigt Daten stehlen, löschen oder Systeme kompromittieren.

IOC

Auch: Indicator of Compromise, Kompromittierungsindikator

Indicator of Compromise: Technische Merkmale wie verdächtige IP-Adressen, Datei-Hashes oder auffällige Log-Einträge, die auf eine Kompromittierung eines Systems oder Netzwerks hinweisen.

IoT Security

Auch: Internet of Things Security, IoT, Internet der Dinge

Internet of Things Security: Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vernetzter Geräte (Sensoren, Smart-Home-Geräte, industrielle Steuerungen) und ihrer Netzwerkkommunikation vor Angriffen.

IPS

Auch: Intrusion Prevention System

Intrusion Prevention System: Eine aktive Erweiterung des IDS, die erkannte Angriffe nicht nur meldet, sondern auch automatisch blockiert oder abwehrt.

ISMS

Auch: Informationssicherheits-Managementsystem

Informationssicherheits-Managementsystem: Ein systematischer Ansatz zur Verwaltung sensibler Unternehmensinformationen, der Prozesse, Richtlinien und Kontrollen zur Risikominimierung umfasst – z. B. nach ISO 27001.

ISO 27001

Auch: ISO/IEC 27001

Die international anerkannte Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Sie legt die Anforderungen an den Aufbau, die Umsetzung, Überwachung und Verbesserung eines ISMS fest.

IT-Compliance

Die Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und interner Anforderungen im IT-Bereich, z. B. DSGVO, ISO 27001 oder branchenspezifische Vorgaben wie DORA oder NIS2.

IT-Governance

Der Rahmen aus Prozessen, Strukturen und Richtlinien, durch den sichergestellt wird, dass IT-Systeme und -Entscheidungen die Unternehmensstrategie sowie regulatorische Anforderungen unterstützen.

IT-Risikomanagement

Auch: Risikoanalyse, Risk Management

Der systematische Prozess zur Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken in der IT-Infrastruktur, um potenzielle Schäden durch Sicherheitsvorfälle zu minimieren.

K

Kerckhoffs-Prinzip

Auch: Kerckhoffs'sches Prinzip

Ein von Auguste Kerckhoffs 1883 formuliertes Kryptografieprinzip: Die Sicherheit eines Systems darf nur von der Geheimhaltung des Schlüssels abhängen, nicht von der Geheimhaltung des Algorithmus.

Keylogger

Eine Schadsoftware oder Hardware, die alle Tastatureingaben eines Benutzers aufzeichnet und an einen Angreifer übermittelt – zur Erfassung von Passwörtern und anderen sensiblen Informationen.

Kill Switch

Auch: VPN Kill Switch, Notausschalter

Eine VPN-Funktion, die den gesamten Internetverkehr unterbricht, sobald die VPN-Verbindung abbricht – verhindert, dass Traffic unverschlüsselt über die normale Verbindung gesendet wird.

Kompartimentierung

Auch: Compartmentalization, digitale Trennung

Eine Sicherheitsstrategie, bei der verschiedene Aktivitäten, Identitäten oder Datenbereiche strikt voneinander getrennt werden, um eine Aggregation von Daten durch Dritte zu verhindern.

Kontextintegrität

Auch: Contextual Integrity, informationelle Kontextintegrität

Ein von Helen Nissenbaum entwickeltes Datenschutzprinzip: Datenschutzverletzungen entstehen nicht wenn Informationen fließen, sondern wenn sie in einem unangemessenen Kontext fließen – z. B. Arztdaten an den Arbeitgeber.

L

Least Privilege

Auch: Minimalprinzip, Prinzip der geringsten Rechte, Need-to-know-Prinzip

Prinzip der minimalen Rechtevergabe: Benutzer und Systeme erhalten nur die Zugriffsrechte, die sie für ihre Aufgaben tatsächlich benötigen, um den potenziellen Schaden bei einer Kompromittierung zu begrenzen.

LUKS

Auch: Linux Unified Key Setup, LUKS2

Linux Unified Key Setup: Die Open-Source-Referenzimplementierung für Festplattenverschlüsselung unter Linux. Unterstützt mehrere Passphrases, Schlüsseldateien und verwendet in LUKS2 Argon2 als Key-Derivation-Function.

M

Malware

Auch: Schadsoftware, Schadprogramm, malicious software

Oberbegriff für jede Art von Schadsoftware, die darauf ausgelegt ist, Systeme zu schädigen oder Daten zu stehlen. Umfasst Viren, Trojaner, Ransomware, Spyware, Würmer und mehr.

Man-in-the-Middle

Auch: MITM, Man in the Middle, MitM

Ein Angriff, bei dem sich ein Angreifer unbemerkt zwischen zwei kommunizierende Parteien schaltet, um den Datenverkehr abzuhören, zu manipulieren oder umzuleiten.

Metadaten

Auch: Kommunikationsmetadaten, Verbindungsdaten

Daten über die Kommunikation: mit wem, wann, wie oft und wie lange – ohne den Inhalt zu erfassen. Metadaten können trotz verschlüsselter Inhalte detaillierte Profile über Personen und ihre sozialen Netzwerke erstellen.

MFA

Auch: Multi-Faktor-Authentifizierung, Multifaktor-Authentifizierung, Multi-Factor Authentication

Multi-Faktor-Authentifizierung: Eine Erweiterung der 2FA, bei der zwei oder mehr unabhängige Faktoren zur Identitätsverifikation kombiniert werden (Wissen, Besitz, Biometrie).

MFA-Fatigue

Auch: MFA-Bombing, Push-Bombing, Prompt-Bombing

Ein Angriff, bei dem Angreifer mit einem bekannten Passwort massenhaft Push-2FA-Benachrichtigungen senden, bis das Opfer genervt oder versehentlich bestätigt. Gegenmaßnahme: Number Matching.

MLS

Auch: Messaging Layer Security, RFC 9420

Messaging Layer Security (RFC 9420, 2023): Ein IETF-Standard für skalierbare Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Gruppen. Bietet Forward Secrecy und Post-Compromise Security auch bei großen Gruppen und ist für plattformübergreifende Interoperabilität konzipiert.

N

NDR

Auch: Network Detection and Response

Network Detection and Response: Eine Sicherheitslösung, die den gesamten Netzwerkdatenverkehr analysiert, um Bedrohungen und anomale Aktivitäten zu erkennen und darauf zu reagieren.

NIS2

Auch: NIS-2-Richtlinie, Network and Information Security Directive

Network and Information Security Directive 2: Eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen und wichtiger Einrichtungen in Europa – Nachfolger der NIS-Richtlinie von 2016.

No-Log-Richtlinie

Auch: No-Log, No-Logs, Zero-Log

Eine Datenschutzrichtlinie von VPN-Anbietern, die besagt, dass keine Verbindungs- oder Nutzungsdaten gespeichert werden. Glaubwürdig nur durch unabhängige Audits nachweisbar.

O

OMEMO

Ein modernes Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsprotokoll für XMPP, das auf dem Signal-Protokoll basiert und Forward Secrecy bietet – d. h. vergangene Nachrichten bleiben auch bei Schlüsselkompromittierung geschützt.

OpenVPN

Auch: Open VPN

Ein seit 2001 etabliertes Open-Source-VPN-Protokoll, das AES-256 für Datenverschlüsselung und TLS für den Handshake nutzt. Sehr flexibel und intensiv auditiert – gilt als sicherer Standard.

OSINT

Auch: Open Source Intelligence, Open-Source-Aufklärung

Open Source Intelligence: Die systematische Sammlung und Analyse öffentlich zugänglicher Informationen aus sozialen Medien, Websites und Datenbanken zur Informationsgewinnung, z. B. im Rahmen von Penetrationstests.

OWASP

Auch: Open Web Application Security Project, OWASP Top 10

Open Web Application Security Project: Eine Non-Profit-Organisation, die Ressourcen, Tools und die bekannte OWASP Top 10 (die zehn kritischsten Sicherheitsrisiken für Webanwendungen) veröffentlicht.

P

Passkey

Auch: Passkeys, FIDO Passkey

Eine FIDO2-basierte, passwortlose Authentifizierungsmethode, bei der kryptografische Schlüsselpaare geräteseitig erzeugt und optional cloud-synchronisiert werden. Phishing-resistent und zunehmend von allen großen Plattformen unterstützt.

Passphrase

Auch: Passsatz, Kennphrase

Eine aus mehreren zufälligen Wörtern zusammengesetzte Zeichenkette, die als Passwort verwendet wird. Verbindet hohe Entropie durch Länge mit Merkbarkeit – besonders empfohlen für Master-Passwörter.

Passwort-Manager

Auch: Password Manager, Passwort Manager

Eine Anwendung, die Passwörter sicher verschlüsselt speichert und verwaltet, sodass Benutzer für jeden Dienst ein starkes, einzigartiges Passwort verwenden können, ohne es sich merken zu müssen.

Patch

Auch: Update, Sicherheitsupdate, Hotfix

Ein Software-Update, das gezielt Sicherheitslücken oder Programmfehler behebt. Regelmäßiges Patchen gilt als eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen bekannte Schwachstellen.

Patch Management

Der strukturierte Prozess zur Verwaltung, Prüfung und zeitgerechten Verteilung von Software-Patches in einer IT-Infrastruktur, um Sicherheitslücken systematisch zu schließen.

Penetrationstest

Auch: Pentest, Pen-Test, Ethical Hacking

Ein autorisierter, simulierter Cyberangriff auf ein System, Netzwerk oder eine Anwendung, um Sicherheitslücken aufzudecken, bevor echte Angreifer sie ausnutzen können.

PGP

Auch: Pretty Good Privacy, OpenPGP

Pretty Good Privacy: Ein weit verbreitetes Programm zur Verschlüsselung und zum Signieren von Daten und E-Mails. PGP nutzt ein asymmetrisches Public-Key-Verfahren mit einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel.

Phishing

Auch: Phishing-Mail, Phishing-Angriff

Gefälschte E-Mails, Nachrichten oder Websites, die Benutzer dazu verleiten, vertrauliche Daten (Passwörter, Kreditkartendaten) preiszugeben oder Schadsoftware zu installieren.

PKI

Auch: Public-Key-Infrastruktur, Public Key Infrastructure

Public-Key-Infrastruktur: Ein System zur Verwaltung digitaler Zertifikate und kryptografischer Schlüsselpaare, das eine sichere verschlüsselte Kommunikation und digitale Signaturen ermöglicht.

Plausible Deniability

Auch: Glaubhafte Abstreitbarkeit, Deniability

Eine kryptografische Eigenschaft von Messaging-Protokollen: Die Urheberschaft einer Nachricht kann kryptografisch nicht bewiesen werden, da der Empfänger die Nachricht technisch auch selbst hätte erzeugen können.

Playbook

Eine vordefinierte Handlungsanleitung im Bereich Incident Response oder SOAR, die festlegt, welche Schritte bei einem bestimmten Sicherheitsvorfall automatisiert oder manuell ausgeführt werden sollen.

Post-Compromise Security

Auch: Future Secrecy, Selbstheilung

Eine kryptografische Eigenschaft, bei der eine Verbindung sich nach einer Schlüsselkompromittierung automatisch 'heilt' – zukünftige Nachrichten sind wieder sicher, ohne dass die Nutzer aktiv eingreifen müssen.

PPTP

Auch: Point-to-Point Tunneling Protocol

Ein veraltetes VPN-Protokoll mit bekannten kryptografischen Schwachstellen. Gilt als gebrochen und sollte nicht mehr verwendet werden.

Pre-Boot-Authentifizierung

Auch: Pre-Boot-PIN, Pre-Boot Authentication, PBA

Eine Authentifizierung, die vor dem Start des Betriebssystems stattfindet – z. B. eine PIN-Eingabe in Kombination mit dem TPM. Schützt vor Cold-Boot- und Evil-Maid-Angriffen, da der Schlüssel ohne PIN nicht freigegeben wird.

Pretexting

Auch: Vorwandangriff

Eine Social-Engineering-Technik, bei der ein Angreifer ein glaubwürdiges, erfundenes Szenario (Pretext) konstruiert, um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen und an Informationen zu gelangen.

Privacy by Design

Auch: Datenschutz durch Technik, datenschutzfreundliche Voreinstellung

Ein datenschutzorientiertes Architekturprinzip, bei dem der Schutz personenbezogener Daten von Beginn an in die Entwicklung digitaler Systeme integriert wird – nicht als nachträgliche Ergänzung.

Privilege Escalation

Auch: Rechteausweitung, Privilege Escalation Angriff

Rechteausweitung: Ein Angriff, bei dem ein Benutzer oder Schadcode versucht, höhere Zugriffsrechte als vorgesehen zu erlangen, z. B. von normalen Benutzerrechten zu Administratorrechten.

Q

Quishing

Auch: QR-Code-Phishing, QR Phishing

Eine Phishing-Variante, die gefälschte oder manipulierte QR-Codes einsetzt, um Opfer auf betrügerische Websites zu leiten – oft eingesetzt, weil Ziel-URLs beim QR-Scan weniger sichtbar sind.

R

Rainbow Table

Auch: Regenbogentabelle, Rainbow-Table-Angriff

Eine vorberechnete Tabelle, die häufigen Passwörtern ihren Hash-Wert zuordnet. Ermöglicht schnelles Nachschlagen gestohlener Passwort-Hashes – wirkungslos gegen korrekt implementiertes Salting.

RAM-only-Server

Auch: Diskless Server, flüchtiger Serverspeicher

Server, die ausschließlich im Arbeitsspeicher (RAM) betrieben werden und keine Daten auf persistente Speichermedien schreiben. Bei einem Neustart oder einer Beschlagnahme gehen alle Daten unwiederbringlich verloren.

Ransomware

Auch: Erpressungssoftware, Kryptotrojaner

Schadsoftware, die Dateien auf einem System verschlüsselt und anschließend Lösegeld (engl. ransom) fordert, um den Entschlüsselungsschlüssel bereitzustellen.

Red Team

Ein Sicherheitsteam, das die Rolle eines Angreifers übernimmt und gezielt Angriffe auf die eigene Organisation simuliert, um Schwachstellen in Abwehrmechanismen aufzudecken.

Reproducible Builds

Auch: reproduzierbare Builds, deterministische Kompilierung

Ein Entwicklungsprinzip, das sicherstellt, dass aus demselben Quellcode immer dasselbe Binärprogramm entsteht – ermöglicht unabhängige Verifikation der Integrität ausgelieferter Software.

Rootkit

Eine besonders gefährliche Schadsoftware, die sich tief im Betriebssystem verankert, ihre Präsenz aktiv verbirgt und Angreifern dauerhaften privilegierten Zugriff auf das System verschafft.

RSA

Auch: Rivest–Shamir–Adleman

Rivest–Shamir–Adleman: Ein asymmetrisches Kryptosystem, das auf der Schwierigkeit der Faktorisierung großer Zahlen basiert und für Verschlüsselung sowie digitale Signaturen weit verbreitet ist.

S

S/MIME

Auch: Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions

Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (RFC 8551): Ein Standard zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und digitalen Signatur von E-Mails auf Basis von PKI-Zertifikaten.

Salting

Auch: Salt, Passwort-Salt, kryptografisches Salzen

Das Hinzufügen eines zufälligen, nutzerspezifischen Wertes (Salt) vor dem Hashen eines Passworts. Macht Rainbow-Table-Angriffe wirkungslos und verhindert, dass gleiche Passwörter denselben Hash erzeugen.

Sandbox

Auch: Sandboxing, isolierte Umgebung

Eine isolierte Testumgebung, in der unbekannte Software oder verdächtige Dateien sicher ausgeführt und analysiert werden können, ohne das eigentliche Produktivsystem zu gefährden.

SASE

Auch: Secure Access Service Edge

Secure Access Service Edge: Ein Cloud-basiertes Sicherheitsframework, das Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen wie Firewall, ZTNA und SWG in einem einheitlichen, zentral verwalteten Service kombiniert.

Secure Boot

Auch: UEFI Secure Boot

Ein UEFI-Feature, das beim Systemstart sicherstellt, dass nur kryptografisch signierte, vertrauenswürdige Software ausgeführt wird – schützt vor manipulierten Bootloadern und Evil-Maid-Angriffen.

Secure Enclave

Auch: Apple Secure Enclave, T2-Chip

Ein isolierter Sicherheitsprozessor in Apple-Geräten (T2-Chip, Apple Silicon), der kryptografische Schlüssel sicher speichert und verarbeitet. Der Schlüssel verlässt den Chip nie und ist an biometrische oder PIN-Authentifizierung gebunden.

Security Awareness

Auch: Sicherheitsbewusstsein, Awareness-Training

Das Bewusstsein und Wissen von Mitarbeitern über IT-Sicherheitsrisiken und Schutzmaßnahmen. Regelmäßige Schulungen gelten als eine der effektivsten Abwehrmaßnahmen gegen Social Engineering.

Security Posture

Auch: Sicherheitsstatus, Sicherheitslage

Der Gesamtzustand der Cybersicherheit einer Organisation – bewertet anhand aller vorhandenen Schutzmaßnahmen, Richtlinien, Technologien und der Fähigkeit, auf Bedrohungen zu reagieren.

Security through Obscurity

Auch: Sicherheit durch Verschleierung, Obscurity

Eine Sicherheitsstrategie, die auf der Geheimhaltung des Systemdesigns oder der Implementierung basiert – von Sicherheitsexperten abgelehnt, da Geheimhaltung kein Ersatz für echte Sicherheit ist.

SFTP

Auch: SSH File Transfer Protocol, Secure File Transfer Protocol

SSH File Transfer Protocol: Ein sicheres Protokoll zur verschlüsselten Dateiübertragung über ein Netzwerk, das SSH als Transportschicht nutzt. Sichere Alternative zu FTP.

SIEM

Auch: Security Information and Event Management

Security Information and Event Management: Ein System, das sicherheitsrelevante Ereignisse aus verschiedenen Quellen (Logs, Netzwerk, Endgeräte) in Echtzeit sammelt, korreliert und analysiert.

Signal-Protokoll

Auch: Signal Protocol, Double Ratchet Protocol

Ein kryptografisches Messaging-Protokoll (Open Whisper Systems), das als Goldstandard für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt. Kombiniert X3DH-Schlüsselaustausch und Double-Ratchet-Algorithmus für Forward Secrecy, Post-Compromise Security und Plausible Deniability.

SIM-Swapping

Auch: SIM-Tausch, SIM-Hijacking, Port-Out-Betrug

Ein Angriff, bei dem ein Angreifer durch Social Engineering beim Mobilfunkanbieter erreicht, dass eine Telefonnummer auf eine neue SIM umgezogen wird – wodurch er alle SMS inkl. 2FA-Codes des Opfers empfängt.

Smishing

Auch: SMS-Phishing

SMS-Phishing: Eine Phishing-Variante, bei der betrügerische Textnachrichten (SMS) genutzt werden, um Empfänger zur Preisgabe sensibler Daten oder zum Klick auf Schadlinks zu verleiten.

SOAR

Auch: Security Orchestration Automation and Response

Security Orchestration, Automation and Response: Eine Plattform, die Sicherheitstools vernetzt, wiederkehrende Sicherheitsaufgaben automatisiert und eine koordinierte Reaktion auf Vorfälle ermöglicht.

SOC

Auch: Security Operations Center

Security Operations Center: Eine zentrale Einheit, in der spezialisierte Sicherheitsanalysten rund um die Uhr IT-Systeme und Netzwerke überwachen und auf Sicherheitsvorfälle reagieren.

Social Engineering

Auch: Social-Engineering-Angriff

Manipulationstechniken, bei denen Angreifer menschliche Schwächen (Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Angst) ausnutzen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen oder Opfer zu bestimmten Handlungen zu verleiten.

Spam

Auch: Junk-Mail, unerwünschte E-Mail

Unerwünschte Massen-E-Mails, die zu Werbezwecken, für Phishing-Angriffe oder zur Verbreitung von Schadsoftware in großem Umfang verschickt werden.

Spear Phishing

Auch: gezieltes Phishing, Spear-Phishing

Gezieltes Phishing, das sich im Gegensatz zu normalem Phishing an bestimmte Einzelpersonen oder Organisationen richtet und dabei personalisierte Informationen nutzt, um besonders glaubwürdig zu wirken.

Spoofing

Auch: IP-Spoofing, E-Mail-Spoofing

Das Vortäuschen einer falschen Identität im digitalen Raum, z. B. IP-Spoofing (gefälschte IP-Absenderadresse), E-Mail-Spoofing (gefälschter Absender) oder DNS-Spoofing.

SQL Injection

Auch: SQLi, SQL-Injection, Datenbankinjection

Eine Angriffstechnik, bei der schädlicher SQL-Code in Eingabefelder einer Webanwendung eingeschleust wird, um die dahinterliegende Datenbank zu manipulieren, auszulesen oder zu zerstören.

SS7

Auch: Signalling System No. 7, Signalisierungssystem Nr. 7

Ein seit den 1970er Jahren genutztes Telekommunikationsprotokoll zur Steuerung von Mobilfunkverbindungen. Bekannte SS7-Schwachstellen ermöglichen das Abhören und Umleiten von SMS – der Grund, warum SMS-2FA als unsicher gilt.

SSH

Auch: Secure Shell, Secure Shell Protocol

Secure Shell: Ein kryptografisches Netzwerkprotokoll für den sicheren Fernzugriff auf Server und Systeme über ein unsicheres Netzwerk. Ersetzt ältere Protokolle wie Telnet und rsh.

SSL / TLS

Auch: SSL, TLS, Transport Layer Security, Secure Sockets Layer, STARTTLS

Secure Sockets Layer / Transport Layer Security: Kryptografische Protokolle zur Absicherung der Kommunikation über das Internet. TLS ist der moderne, sichere Nachfolger von SSL und Grundlage für HTTPS.

Supply-Chain-Angriff

Auch: Supply Chain Attack, Lieferkettenangriff, Software-Supply-Chain

Ein Angriff, der nicht das eigentliche Ziel direkt angreift, sondern eine Abhängigkeit oder einen Zulieferer kompromittiert – z. B. durch Einschleusen von Schadcode in eine weit genutzte Open-Source-Bibliothek.

T

Threat Intelligence

Auch: Bedrohungsanalyse, Cyber Threat Intelligence, CTI

Informationen über aktuelle und potenzielle Cyberbedrohungen, einschließlich Angriffsmethoden, Akteure und Schwachstellen, die zur proaktiven Verbesserung der Sicherheitslage genutzt werden.

Tor

Auch: Tor-Netzwerk, The Onion Router, Onion Routing

The Onion Router: Ein Anonymisierungsnetzwerk, das den Internetdatenverkehr über mehrere verschlüsselte Schichten und Knoten umleitet, um die Herkunft des Nutzers zu verschleiern.

TOTP

Auch: Time-based One-Time Password, Zeitbasiertes Einmalpasswort

Time-based One-Time Password (RFC 6238): Ein Verfahren, das alle 30 Sekunden einen neuen Einmalcode generiert – basierend auf einem gemeinsamen geheimen Schlüssel und der aktuellen Uhrzeit. Grundlage der meisten Authenticator-Apps.

TPM

Auch: Trusted Platform Module, Sicherheitschip

Trusted Platform Module: Ein dedizierter Sicherheitschip in modernen Geräten, der kryptografische Schlüssel sicher speichert und nur freigibt, wenn die Systemintegrität (Bootloader, BIOS-Konfiguration) unverändert ist.

Tracking-Pixel

Auch: Web Beacon, Zählpixel, Spy Pixel

Ein unsichtbares 1×1-Pixel-Bild in E-Mails oder Webseiten, das beim Laden Metadaten wie IP-Adresse, Öffnungszeitpunkt und Geräteinformationen an den Absender übermittelt.

Transportverschlüsselung

Auch: TLS-Verschlüsselung, Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung

Verschlüsselung der Datenübertragung zwischen zwei Kommunikationspunkten (z. B. Client und Server). Im Gegensatz zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung liegen Daten auf Zwischenstationen entschlüsselt vor.

Trojaner

Auch: Trojanisches Pferd, Trojan, Remote Access Trojan, RAT

Eine Schadsoftware, die sich als legitimes Programm tarnt, im Hintergrund aber schädliche Aktionen ausführt, z. B. Daten stiehlt, Backdoors öffnet oder weitere Schadsoftware nachlädt.

Tunneling

Auch: VPN-Tunnel, Datentunnel

Ein Netzwerkverfahren, bei dem Datenpakete in andere Pakete eingebettet (verkapselt) und verschlüsselt durch ein unsicheres Netzwerk transportiert werden – Grundprinzip jeder VPN-Verbindung.

Typosquatting

Auch: URL-Hijacking, Domain-Squatting

Die Registrierung von Domains, die bekannten Adressen ähneln und Tippfehler ausnutzen (z. B. 'paypa1.com' statt 'paypal.com'), um Nutzer auf Phishing-Seiten umzuleiten.

V

Verschlüsselung

Auch: Encryption, kryptografische Verschlüsselung, Kryptografie, Kryptographie

Das Verfahren, bei dem Daten mithilfe eines Algorithmus und eines Schlüssels so umgewandelt werden, dass sie nur von autorisierten Personen mit dem passenden Schlüssel gelesen werden können.

Verschwindende Nachrichten

Auch: selbstlöschende Nachrichten, Disappearing Messages

Eine Messenger-Funktion, die Nachrichten nach einer festgelegten Zeit automatisch auf allen Geräten löscht. Reduziert das Risiko durch späteren physischen Gerätezugriff – ist aber keine kryptografische Sicherheitsfunktion.

Versionierung

Auch: Backup-Versionierung, Versionshistorie

Das Aufbewahren mehrerer historischer Backup-Stände. Schützt gegen stille Kompromittierung durch Ransomware, die sich lange vor Aktivierung eingenistet hat – ältere saubere Versionen bleiben verfügbar.

Vishing

Auch: Voice Phishing, Telefon-Phishing

Voice Phishing: Eine Phishing-Variante per Telefon oder VoIP, bei der Angreifer sich als vertrauenswürdige Personen (z. B. Bankmitarbeiter, IT-Support) ausgeben, um an sensible Daten zu gelangen.

Voice Cloning

Auch: Stimmklonen, KI-Stimmfälschung, AI Voice Cloning

Der Einsatz von KI-Technologie zur Synthese einer täuschend echten Kopie einer menschlichen Stimme auf Basis weniger Minuten Audiomaterial – zunehmend für Vishing-Angriffe missbraucht.

Vorratsdatenspeicherung

Auch: Data Retention, anlasslose Datenspeicherung

Die gesetzlich angeordnete, anlasslose Massenspeicherung von Verbindungsmetadaten (wer kommuniziert wann mit wem) durch Telekommunikationsanbieter – in der EU mehrfach als grundrechtswidrig eingestuft.

VPN

Auch: Virtual Private Network, Virtuelles Privates Netzwerk

Virtual Private Network: Verschlüsselt die Internetverbindung eines Benutzers und leitet den Datenverkehr über einen sicheren Tunnel, um Privatsphäre zu schützen und sichere Fernzugriffe zu ermöglichen.

Vulnerability

Auch: Schwachstelle, Sicherheitslücke, Security Vulnerability

Sicherheitslücke / Schwachstelle: Eine Schwäche in Software, Hardware oder Prozessen, die von Angreifern ausgenutzt werden kann, um unbefugten Zugriff zu erlangen oder Schaden anzurichten.

Vulnerability Management

Auch: Schwachstellenmanagement

Der kontinuierliche Prozess zur Identifikation, Bewertung, Priorisierung und Behebung von Schwachstellen in der IT-Infrastruktur eines Unternehmens.

W

WAF

Auch: Web Application Firewall

Web Application Firewall: Eine spezialisierte Firewall, die den HTTP/HTTPS-Datenverkehr analysiert und Webanwendungen vor Angriffen wie SQL Injection, XSS oder CSRF schützt.

Web of Trust

Auch: Vertrauensnetz, PGP Web of Trust

Ein dezentrales Vertrauensmodell in OpenPGP, bei dem Nutzer gegenseitig die Authentizität von öffentlichen Schlüsseln durch Signaturen bestätigen – als Alternative zu zentralen Zertifizierungsstellen.

Whaling

Eine gezielte Phishing-Variante, die sich ausschließlich gegen hochrangige Führungskräfte (CEO, CFO) richtet und dabei sorgfältig recherchierte, personalisierte Inhalte verwendet.

Whitelist / Allowlist

Auch: Whitelist, Allowlist, Positivliste

Eine Liste explizit zugelassener IP-Adressen, Anwendungen oder Benutzer, denen der Zugriff auf bestimmte Ressourcen erlaubt ist – alle anderen werden standardmäßig blockiert.

WireGuard

Auch: Wireguard-Protokoll

Ein modernes, schlankes VPN-Protokoll mit ca. 4.000 Zeilen Code und ausschließlich modernen kryptografischen Primitiven (ChaCha20, Poly1305, Curve25519). Schneller, einfacher auditierbar und in den Linux-Kernel integriert.

WKD

Auch: Web Key Directory

Web Key Directory: Ein Standard zur automatischen Veröffentlichung und Abruf von OpenPGP-Schlüsseln über die eigene Domain – vereinfacht den Schlüsselaustausch bei E-Mail-Verschlüsselung.

Wurm

Auch: Computerwurm, Netzwerkwurm, Worm

Eine selbst replizierende Schadsoftware, die sich ohne Zutun des Benutzers über Netzwerke verbreitet, Systemressourcen verbraucht und häufig weiteren Schadcode nachlädt.

X

XDR

Auch: Extended Detection and Response

Extended Detection and Response: Eine erweiterte Sicherheitsplattform, die EDR, NDR und weitere Telemetriedaten aus verschiedenen Quellen integriert, um Bedrohungen ganzheitlich zu erkennen und zu bekämpfen.

XMPP

Auch: Jabber, Extensible Messaging and Presence Protocol

Extensible Messaging and Presence Protocol: Ein offenes, standardisiertes Protokoll für Instant Messaging und Kommunikation, das dezentral betrieben werden kann und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung via OMEMO unterstützt.

XSS

Auch: Cross-Site Scripting, Cross Site Scripting

Cross-Site Scripting: Eine Webanwendungsschwachstelle, bei der Angreifer schädliche Skripte in Webseiten einschleusen, die dann im Browser anderer Benutzer ausgeführt werden.

Z

Zero Trust

Auch: Zero-Trust-Modell, Never Trust Always Verify

Ein Sicherheitsmodell, das keinem Benutzer, Gerät oder Netzwerksegment standardmäßig vertraut – auch nicht innerhalb des eigenen Netzwerks. Jeder Zugriff wird kontinuierlich verifiziert.

Zero-Day

Auch: Zero-Day-Exploit, Zero-Day-Lücke, 0day

Eine Sicherheitslücke in Software oder Hardware, die dem Hersteller noch nicht bekannt ist und für die daher noch kein Patch existiert. Zero-Day-Exploits sind besonders gefährlich, da es keinen offiziellen Schutz gibt.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Auch: 2-Faktor-Authentifizierung, Two-Factor Authentication, TFA

Ein zweiter Sicherheitsschritt nach dem Passwort, der durch einen zweiten unabhängigen Faktor (z. B. SMS-Code, Authenticator-App oder Hardware-Token) die Identität eines Nutzers bestätigt.


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